
10 Dinge, die Ausländer in Spanien überraschen
- Categories 4 - SPANISCHE KULTUR
- Date 15 Januar, 2026
Reist du nach Spanien? Diese 10 DInge werden dich überraschen!
Spanien ist ein Land voller Geschichte, Kultur und auch voller Gewohnheiten, die diejenigen verwirren (und faszinieren) können, die es zum ersten Mal besuchen.
Hier stellen wir dir 10 Aspekte des spanischen Alltagslebens vor, die Ausländer am meisten überraschen.
1. Die Essenszeiten: alles findet deutlich später statt
Eine der ersten Überraschungen hat mit den Uhrzeiten zu tun. In Spanien wird die Hauptmahlzeit zwischen 14:00 und 15:00 Uhr eingenommen, und das Abendessen kann sich bis 22:00 Uhr oder sogar später hinziehen. Das erstaunt besonders Menschen aus Ländern, in denen bereits gegen 18:00 Uhr zu Abend gegessen wird. Und ja: Spanier gehen um diese Uhrzeit ganz sicher nicht essen – vermutlich sind alle Personen, die du dann beim Abendessen siehst, Ausländer.
2. Die Siesta: zwischen Mythos und Realität
Obwohl das Bild des Spaniers, der Siesta hält, fest verankert ist, sieht die Realität anders aus: Nur eine Minderheit macht tatsächlich täglich Mittagsschlaf. Der heutige Arbeitsrhythmus und das Leben in den Städten führen dazu, dass die Siesta eher ein Luxus als eine feste Gewohnheit ist. Dennoch hält sich der Mythos hartnäckig und weckt weiterhin große Neugier.
3. Das Leben auf der Straße – die Straße als Wohnzimmer
Spanien ist gleichbedeutend mit Leben auf der Straße. Ob auf Terrassen, Plätzen oder in Bars – die Spanier genießen das Leben im Freien, selbst unter der Woche und bis in die späten Abendstunden hinein. Das Klima spielt dabei eine Rolle, aber es ist vor allem eine kulturelle Frage: Die Straße ist eine Erweiterung des eigenen Zuhauses.
4. Die Lautstärke beim Sprechen
Für viele Besucher sprechen Spanier „viel zu laut“. Was für Außenstehende wie eine hitzige Diskussion wirken kann, ist in Wirklichkeit oft einfach ein lebhaftes Gespräch. Ausdrucksstärke gehört zum nationalen Charakter – und dazu zählt auch, die Stimme zu erheben, ohne dass dabei irgendein Ärger im Spiel ist.
5. Körperliche Nähe: zwei Küsschen und mehr
Zwei Küsschen auf die Wange zu geben – selbst bei Menschen, die man gerade erst kennengelernt hat – kann für Besucher aus eher zurückhaltenden Kulturen ungewohnt oder sogar befremdlich sein. Außerdem neigen Spanier dazu, sich beim Sprechen häufiger zu berühren. Das mag auf manche aufdringlich wirken, ist jedoch in Wirklichkeit ein Zeichen von Nähe und Vertrauen.
6. Entspannte Pünktlichkeit
Im beruflichen Kontext wird Pünktlichkeit in Spanien durchaus ernst genommen, im sozialen Bereich hingegen … sagen wir, es gibt etwas Spielraum. Zehn bis fünfzehn Minuten später zu einer Verabredung oder einem Abendessen mit Freunden zu kommen, ist nicht nur akzeptiert, sondern oft sogar ganz normal. Das überrascht – und verwirrt manchmal – Menschen aus Kulturen, in denen Pünktlichkeit nahezu heilig ist.
7. Lokale Feste: Jedes Dorf hat sein eigenes!
In Spanien hat jede Ortschaft ihr eigenes Patronatsfest, eine Feria oder eine Romería. Und dabei handelt es sich keineswegs um kleine Feiern: Oft dauern sie mehrere Tage und umfassen Umzüge, Konzerte, Prozessionen und vieles mehr. Es ist eine perfekte Gelegenheit, das ganze Dorf in Aktion zu erleben und die lokale Identität in ihrer reinsten Form zu genießen.
In der Regel hat jede Stadt oder jedes Dorf ein großes Fest – in Dénia sind es sogar mehrere. Dort gibt es gleich drei lokale Feste: die Fallas im März, die Patronatsfeste im Juli und die Feierlichkeiten zu Moros y Cristianos im August.
8. Ein offener und direkter Charakter
Die spanische Spontaneität ist etwas, das viele Ausländer schätzen – auch wenn sie sich anfangs erst daran gewöhnen müssen. Die Menschen sprechen mit vielen Gesten, zeigen ihre Gefühle ungefiltert und sagen offen, was sie denken. Außerdem ist es ganz normal, mit Fremden ins Gespräch zu kommen, sei es in einer Bar oder in der Schlange im Supermarkt.
9. Essen ist ein soziales Ereignis (und sehr wichtig)
In Spanien geht Essen weit über die reine Nahrungsaufnahme hinaus – es ist ein Moment des Zusammenseins. Die Mahlzeiten sind oft lang und beinhalten selbstverständlich eine ausgedehnte Sobremesa, also das gemütliche Beisammensitzen nach dem Essen. Es ist nichts Ungewöhnliches, stundenlang am Tisch zu sitzen und sich zu unterhalten. Außerdem wird gemeinsames Essen deutlich mehr geschätzt als hastiges Essen allein. Und natürlich gibt es danach immer noch Zeit für einen guten Kaffee.
10. Die regionale Vielfalt
Von außen betrachtet wirkt Spanien oft wie ein einheitliches Land – doch die Realität ist eine ganz andere. Es gibt mehrere kooffizielle Sprachen (Katalanisch, Baskisch, Galicisch …), und jede Region besitzt ihre eigene Küche, Geschichte, Traditionen und sogar ihre ganz eigene Art, das Leben zu verstehen. Durch Spanien zu reisen fühlt sich daher an, als würde man mehrere Länder in einem entdecken.
Fazit:
Spanien ist ein Land, das niemanden gleichgültig lässt. Sein Lebensstil, der sich in vielerlei Hinsicht von dem anderer Länder unterscheidet, kann anfangs befremdlich wirken – begeistert aber ebenso schnell. Am Ende reisen die meisten Besucher mit einem Lächeln, einer lustigen Anekdote … und großer Lust zurückzukommen!
Komm nach Spanien und lerne Spanisch!
